Katzen: Sprüche, Zitate und Weisheiten über Samtpfoten

Wie Hund & Katze sein, ist wohl einer der bekanntesten Sprüche, der gleich beide Vierbeiner einschließt. Wie viel Platz Hunde sowie Katzen in unserem Leben einnehmen, ist an der unglaublichen Masse von Weisheiten, Sprüchen und Zitaten berühmter Persönlichkeiten zu sehen, deren Inhalt sich mit den beiden beliebtesten Haustieren der Menschheit beschäftigen.

Erstaunlich ist dabei, dass Mieze und Wuff augenscheinlich in allen Kulturen und auf allen Kontinenten (ohne Antarktis) einen gleich hohen Stellenwert einnehmen. Einzig die Größe der Samtpfoten weicht regional ab, denn in Afrika sind eher Löwen und in Indien Tiger mit dem Begriff Katze gemeint.

Aber es gibt doch auch Kulturen, die Katzen und Hunde essen, oder nicht (mehr)? Richtig! Beispielsweise auf den Philippinen ist das Essen von Hunden (Katzen weniger) Teil der Kultur. Dort ist es absolut üblich, dass zu Geburtstagen, zu Weihnachten oder für die Strandparty zu Leyte Landing ein Hund geschlachtet wird. Aber ein Stück weiter wohnt ein Pinoy, der auch Hunde hat und die liebt und pflegt er wie verrückt.

Das Phänomen findet man auch in Indonesien, China, Korea, Vietnam oder Cambodia: Bei einigen Familien landen Hunde und Katzen im Topf, bei anderen dürfen sie im Bett schlafen.

Katzen und die Menschheit

Die klügsten und berühmtesten Köpfe haben sich Gedanken über das Verhältnis von Katze und Mensch gemacht. Aber auch über den Sinn, der hinter der Kreation Katze steckt. Kein Wunder, dass bei einem derart widersprüchlichen Wesen wie den Katzen, nahezu jeder zu einem anderen Resultat kam.

So war beispielsweise der Deutsche Schriftsteller und Journalist Kurt Tucholsky der Ansicht: “Hunde haben Herrchen – Katzen haben Personal.“

Tucholsky machte seine Meinung über die Stubentiger noch deutlicher, als er schrieb: „Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.“

Sein US-amerikanischer Kollege Mark Twain meinte dazu: „Von allen Geschöpfen Gottes gibt es nur eine, der nicht unter der Peitsche versklavt werden kann. Es ist die Katze. Die Kreuzung eines Menschen mit einer Katze würde den Menschen verbessern, aber die Katze schlechter machen.“

Der US-amerikanische Radiomoderator und Schriftsteller Garrison Keillor kam zu dem Schluss: „Die Bedeutung von Katzen ist, dass wir lernen müssen, dass nicht alles in der Natur eine Bedeutung hat.“

Henry Saas, Dozent an der Xavier University vermutet: „Vielleicht lieben viele die Katze, weil sie das einzige Beispiel dafür ist, dass sie in menschlicher Gegenwart leben kann, ohne versklavt zu werden, wofür viele sie auch hassen.“

Der britische Schriftsteller und Illustrator Oliver Herford charakterisierte die eigensinnigen Wesen so: „Katzen: Ein Zwerglöwe, der Mäuse liebt, Hunde hasst und den Menschen gönnerhaft behandelt.“

„Kaffee muss schwarz sein wie das Gewissen einer Katze.“ Zu dieser Schlussfolgerung gelangte James Abram Garfield, der 20. Präsident der Vereinigten Staaten, der kurz nach diesem Ausspruch einem Attentat zum Opfer fiel.

Der ungarisch-britische Humorist und Satiriker George Mikes vermutete: „Katzen denken wahrscheinlich, dass Menschen ganz nette Haustiere sind.“

Das Verhältnis von Katzen und Menschen betrachtet der Soziologe und Sachbuchautor Nils-Fredrik Nielsen ganz nüchtern, denn er stellt fest: „Alleinstehende Katzenbesitzer müssen sich nicht fragen, was ihr Kätzchen essen sollen, sollten sie zu Hause sterben.“ Weiter meinte er aber: „Als meine Katze starb, begann ich an der Existenz Gottes zu zweifeln.“

Einer der berühmtesten Köpfe der Weltgeschichte und einer der weisesten Männer überhaupt hatte eine ganz eigene Meinung zum Thema Samtpfote. Ausgerechnet der Künstler und Gelehrte Leonardo da Vinci schrieb: „Die Katze ist das Meisterstück der Natur.“, wobei die Betonung auf dem „das“ liegt!

Immer wieder wird beim Thema Mensch und Katze auch die Sturheit der Samtpfoten erwähnt. Diese lassen sich bekanntlich nur sehr schwer dressieren, haben ihren eigenen Kopf und manche Menschen halten sie sogar für unbelehrbar arrogant.

Die für den Nobelpreis für Literatur nominierte Schriftstellerin Sidonie Gabrielle Colette, die als erste Frau in Frankreich mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt wurde und obendrein ein Grand Offizier der Ehrenlegion war, vertrat die Ansicht: „Frauen sind wie Katzen. Beide können nur gezwungen werden, das zu tun, was sie selbst möchten.“ Außerdem vertrat sie die Ansicht: „Durch die Verbindung mit der Katze riskiert man nur, reicher zu werden.“

„Wer hat jemals von einer Zirkuskatze gehört?“ meinte die norwegische Schriftstellern Cora Sandel, die mit diesem Ausspruch die Lernresistenz von Katzen auf den Punkt brachte.

Der britische Premierminister Winston Churchill beschrieb das Katze-Mensch-Verhältnis auf seine bekannt ironische Weise: „Ich mag Schweine. Der Hund schaut zu uns hoch und die Katze schaut zu uns runter. Schweine behandeln uns wie Ihresgleichen!“

Katzensprüche über Liebe und Freundschaft

Können Katzen lieben? Manche Katzenhalter schwören fest darauf, dass ihre Schmusekatze Gefühle der Liebe zu ihnen hegt. Andere, nicht weniger begeisterte Katzenliebhaber sehen das Verhältnis etwas distanzierter und nüchterner. So gibt es ein gespaltenes Lager von Katzenfreunden. Die einen, die glauben geliebt zu werden – die andern, die der festen Überzeugung sind, dass Katzen nichts mehr lieben, als sich selbst – und nicht weiter mehr!

Eher realistischer ist die Meinung des britischen Philosophen Alfred North Whitehead. Er behauptet: „Wenn ein Hund auf deinen Schoß springt, liegt es daran, dass er dich liebt. Wenn eine Katze es tut, liegt es daran, dass sie immer den wärmsten Platz sucht.“

Von 1533 bis 1592 lebte Michel de Montaigne, der das erste Essay verfasste und Jurist sowie Philosoph war. Über seine Katze schrieb er: „Wenn ich mit meiner Katze spiele, ist es schwer zu sagen, ob sie mein oder ich ihr Spielzeug bin“

Bei unseren Nachbarn in Frankreich kursiert ein Sprichwort, bei dem der unbeugsame Wille der Samtpfoten das Thema ist, denn es heißt: „Keine Tür ist stark genug, um eine Katze oder einen Liebhaber auszusperren.“
Für den französischen Schriftsteller und Lyriker Charles Baudelaire (1821-1867) war die Katze ein romantisch verklärtes Wesen besonderer Art, denn er meinte: „In den Augen einer Katze siehst du die Zeit, ja, die Ewigkeit!“

Der für seine extravaganten Katzenbilder bekannte Künstler Ernest Menaul meint zum Thema Katzen und Liebe: „Die Katze hat zu viel Geist, um kein Herz zu haben.“

Jules Champfleury, das Pseudonym eines französischen Kunstkritikers und Novellisten schrieb: „Eine kleine schlafende Katze ist ein Bild von perfekter Seligkeit!”

Der italo-amerikanische Tierarzt und Schriftsteller Louis J. Camuti macht Mut mit den Worten: „…und es gibt etwas an der Anwesenheit einer Katze … das den Biss aus dem Alleinsein zu nehmen scheint.“

Lustige Katzensprüche

Sind Katzen einfach nur stur? Oder sind die Stubentiger doch erziehbar?

Im Zirkus waren bis in die 1970er Jahre gelegentlich Dompteure zu sehen, die mit Stock und Peitsche bewaffnet, Tiger, Löwen und andere Großkatzen dazu zwangen, Kunststücke vorzuführen. Sehr selten treten „dressierte“ Katzen im Fernsehen auf. Gelingt die Vorführung, wird die Tiertrainerin für gewöhnlich wie eine Heldin gefeiert. Grund dafür ist, dass Katzen generell als ausbildungsresistent angesehen werden. Zwar kann der Stubentiger an gewisse Abläufe gewöhnt werden, aber auch nur, wenn Katze diese genehm sind. Wer sich als Katzenhalter selbst kritisch beurteilt wird schnell feststellen, dass nicht er diese Abläufe so festgelegt hat wie sie sind, sondern der vierbeinige Hausgenosse.

Dazu ist die Geschichte eines Tierpflegers aus dem Tierpark Hagenbeck ein gutes Beispiel. Dieser wollte seine neue Katze daran gewöhnen, nach draußen zu gehen, wenn er zur Arbeit musste. Der Vierbeiner wollte aber partout nicht die Haustür benutzten, sondern bestand darauf, durch die Terrassentür in den Garten zu spazieren. Der Kampf dauerte rund vier Wochen. Dann baute der Tierpfleger ein von außen abschließbares Schloss in die Terrassentür ein. Von da an verließen beide das Haus zeitgleich durch diese eine Tür. Der Tierpfleger aber behauptete, er hätte seine Katze so erzogen…

Unter dem Pseudonym Eloisa James veröffentlicht die Shakespeare-Professorin der Fordham University und Katzenliebhaberin Mary Bly die weltweit und im etlichen Sprachen verkauften Regency- sowie Georgian-Romane. Auf die Frage, ob Katzen erziehbar sind, meinte sie: „Hunde kommen, wenn Sie sie gerufen werden. Katzen registrieren, dass sie kommen sollen, reagieren aber erst später – oder eben gar nicht!“

„Die Katze gehört zu den Ironikern, die sich amüsieren. Sie spielen mit Menschen und Dingen, aber nur zu ihrem eigenen inneren und leicht durchführbaren Vergnügen.“, meinte Karel Capek, tschechischer Schriftsteller, Journalist und quasi Erfinder des Wortes „Roboter“.

Der Entertainer und Musiker Bill Dana erklärte sein Verhältnis zu seiner Katze so: „Mir wurde gesagt, dass das Training mit Katzen schwierig sei. Ist es nicht. Meine hatte mich in zwei Tagen trainiert.“

Und der US-amerikanische Filmproduzent Jeff Valdez glaub, dass Katzen einfach zu intelligent sind, um sich trainieren zu lassen. Er sagte dazu: „Katzen sind schlauer als Hunde. Man kann nicht acht Katzen dazu bringen, einen Schlitten durch eine verschneite Landschaft zu ziehen.“

„Die Katze kann mit mathematischer Genauigkeit genau berechnen, wo sie sitzen muss, um am meisten im Weg zu sein.“, das zumindest meint Pam Brown, die australische Poetin.

Humorvolle Katzensprüche mit tieferem Sinn

Eine der weltweit gebräuchlichsten Redewendungen dürfte „Curiosity kills the cat!“ sein, „Neugier ist der Katze Tod!“ sicher ist nur, dass diese Formulierung irgendwann im 16. Jahrhundert in England entstanden ist. In alten Handschriften konnte diese Bemerkung Mehrfach gefunden werden. Unbekannt ist allerdings, wer der Urheber dieses klugen Satzes ist.

Die norddeutsche Variante dazu lautet übrigens: „Neugierige Katzen verbrennen sich die Tatzen.“, wobei auch hier der Dichter ungenannt ist. Allerdings ist bekannt, wer für die Vervollständigung des englischen Spruches verantwortlich zeichnet. Der Ausspruch „Neugierde tötete die Katze, aber Zufriedenheit brachte sie zurück!“ stammt vom in Irland geborenen Literaturnobelpreisträger Eugene O’Neill, der sich als Dramatiker in den USA einen Namen gemacht hatte. Der Schriftsteller ist einer von nur zwei Menschen auf der Welt, von denen vier ihrer Werke mit dem Pulitzer ausgezeichnet wurden.

Eine äthiopische Weisheit beschäftigt sich mit dem Spieltrieb der Katzen während der Jagd: „Was für die Maus ein Todesstoß ist, ist für die Katze ein Zeitvertreib.“

„Wenn Sie keine Katze haben, haben Sie Mäuse.“, meinen die Finnen. Ähnlich wird in Malaysia und Äthiopien formuliert, wo es heißt: „Wenn die Katze vorbeikommt, hört die Maus auf zu piepen.“ Die Norweger nutzen eine andere Variante: „Die Freude der Katze, die Traurigkeit der Maus.“ Nahezu weltweit bekannt ist aber diesbezüglich das Sprichwort: „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch!“

Auf den Philippinen wird eine humorvolle Abwandlung genutzt: „Wenn Katze und Mäuse in Frieden leben, bemerkst du dies in der Speisekammer.“

Einer der schönsten Sprüche über die Samtpfoten und deshalb auch auf Fußmatten und Türschildern erhältlich, ist: „Ein Zuhause ohne Katze ist nur ein Haus.“

„Ein Haus ohne Katze ist wie ein Aquarium ohne Fische.“, dieser Vergleich stammt von Jean-Louis Hue, einem französischen Schriftsteller und Journalisten.

Sind Katzen eigentlich eitel?

Ja – unbestreitbar! Passiert einer Katze ein Missgeschick, zeigt sie ihr schauspielerisches Talent, denn sie versucht sofort die Panne Vergessen zu machen.

So sagt beispielsweise die Roman- und Filmfigur Charlotte Gray im Kinostreifen ‚Die Liebe der Charlotte Gray‘: „Jede Katze, der eine Maus entwischt, gibt vor, im Laub zu spielen.“

Das schauspielerische Talent der Miezen würdigt auch die britische Schauspielerin, Autorin und Journalistin Helen Thomson: „Wenn Sie zwei Katzen sehen, die sich gegenseitig waschen, wissen Sie nie genau, ob es sich um Hingabe handelt, ob es gut schmeckt oder ob es sich um den Beginn eines Angriffs auf die Halsschlagader handelt.“

Und die Tochter von Alfred Hitchcock, selbst Filmproduzentin und Schauspielerin, Patricia Hitchcock registrierte mit detektivischer Genauigkeit: „Wenn eine Katze vom Baum fällt, verschwindet sie, bevor du anfangen kannst zu lachen.“

Extravagante Katzensprüche

Schimpfen Männer in England über ihre Frauen, heißt es: „Die Frau und die Katze haben neun Leben.“

In der Schatzkiste irischer Weisheiten findet sich eine ernst gemeinte Warnung: „Vorsicht vor Menschen, die Katzen nicht mögen!“ Die passende Ergänzung dazu liefert der Stand-Up-Comedian und Schauspieler Stephen Wright, der glaubt: „Menschen, die Katzen hassen, werden in ihrem nächsten Leben als Mäuse zurückkehren!“

Mark Twain stellte einen außergewöhnlichen Vergleich an: „Ein Hauptunterschied zwischen einer Katze und einer Lüge ist, dass die Katze nur neun Leben hat.“

Der Nachfolger Maos in China wurde Deng Xiaoping, der für seine markanten Sprüche bekannt wurde. In etlichen davon dienten ihm Katzen als Metapher, so wie in diesem hier: „Es ist egal, ob eine Katze schwarz oder weiß ist, solange sie Mäuse fängt.“ Und er sagte: „Treibe nie eine Katze in die Enge, lasse ihr immer einen Ausweg.“
Die Amateur-Archäologin sowie Hobby-Ägyptologin Margaret Benson war sich nach den Studien und Ausgrabungen im Tempelbezirk der Göttin Mut nahe Karnak sicher: „Die Katze ist vor allem ein Dramatiker.“

Einen der schönsten Gründe für die Existenz der Miezekatzen fand der Rockmusiker Paul Gray: „Katzen wurden in die Welt gesetzt, um das Dogma zu widerlegen, dass alle Dinge geschaffen wurden, um den Menschen zu dienen.“

Und ihren wahren Charakter beschreibt die für ihre einzigartigen Kreationen weltberühmte Goldschmiedin Susan McDonough vortrefflich: „Wenn deine Katze die Seite ihres Gesichtes an deinem Bein reibt, markiert sie dich liebevoll mit ihrem Geruch, identifiziert dich als ihr privates Eigentum und sagt im Endeffekt: Du gehörst mir.”

Sind Katzen nützlich oder eher naughty but nice?

„Katzen sind Kenner des Komforts“, mein dazu James Herriot, der englische Tierarzt und Schriftsteller, der durch die Bücher und die TV-Serie Der Doktor und das liebe Vieh international bekannt wurde. Übrigens heißt er mit richtigem Namen Alfred Wight.

Ursprünglich stammt der Spruch: „Cats are naughty but nice!“ aus einem rund 4.000 Jahre alten Bericht eines `Hof-Biologen` im vorchristlichen China an den damaligen Kaiser. Zudem würde die korrektere, moderne Übersetzung lauten: „Zu Bekämpfung der Rattenplage sind Katzen nur bedingt einsetzbar. Das liegt am Charakter der Tiere, denn meist sind sie faul und unnütz, aber immer niedlich.“

Jean Cocteau, der französische Maler, Schriftsteller und Regisseur verehrte seine Samtpfoten, denn er schrieb: „Ich liebe Katzen, weil ich mein Zuhause genieße; und nach und nach werden sie dessen sichtbare Seele.“

Dass Katzen mehr als nur niedlich sind, beweist der Umstand, dass sie sich in einem Raum häufig den Schoß der Person für ein Nickerchen aussuchen, die eigentlich weniger katzenfreundlich ist. Diese im Prinzip unerwünschten Annäherungen hat auch Winfried Karriere beobachtet und stellte fest: „Katzen wissen immer, ob Menschen sie mögen oder nicht. Sie kümmern sich nicht immer genug darum, etwas dagegen zu unternehmen. Doch manchmal schon.“

In der Tat sind viele Verhaltensweisen der Stubentiger rätselhaft. Der schottische Dichter, Literaturkritiker und Begründer der Geschichtsromane Sir Walter Scott vertrat die Ansicht: „Katzen sind mysteriöse Menschen – in ihren Köpfen geschieht mehr, als wir uns bewusst sind.“

Auch die Meinung des berühmten Autors Jules Verne ging in etwa die gleiche Richtung: „Ich glaube, dass Katzen Geister sind, die auf die Erde kommen. Ich bin sicher, eine Katze könnte auf einer Wolke laufen, ohne durch sie hindurchzufallen.“

Der auf mysteriöse Weise in Mexiko verschwundene Schriftsteller Ambrose Bierce sah den Nutzen von Katzen auf skurrile Weise pragmatisch: „Eine Katze ist ein weicher, unzerstörbarer Automat, der von der Natur bereitgestellt wird, um getreten zu werden, wenn im häuslichen Umfeld etwas schiefgeht.“

Mark Twain wiederum hielt die Miezen nur für bedingt nützlich, denn ihre Intelligenz sei beschränkt, so der berühmte Schriftsteller. Diese Ansicht formulierte er so: „Die Katze, die auf einer heißen Herdplatte gesessen hat, wird nicht wieder auf einer heißen Herdplatte sitzen. Aber sie wird auch nicht auf einem kalten Herdplatte sitzen.“

Der oft als Unbeweglichkeit gedeutete Charakterzug der Katzen beschäftigte auch die Australierin Pam Brown: „Eine Katze kann zusammengerollt schlafend auf deinem Schoß liegen, bis du fast aufrecht stehst. Bis zur letzten Minute hofft sie, dass dein Gewissen dich besiegt und du dich wieder setzten wirst.“

Währenddessen werden Katzen im Sultanat Oman mit Fleiß und eisernem Willen in Verbindung gebracht, denn dort lautet eine Weisheit: „Willst du einen Löwen sehen, ernte Weihrauch im Hadschar!“ Zur Erklärung: Der im Hadschar Gebirge lebende Arabische Löwe dürfte wohl eines der seltensten Tiere weltweit sein. Führende Biologen des British Museum bestritten seine Existenz und die des Omanischen Thar, bis eine Expedition 1977 Fotos als Beweis vorlegen konnte. Und das Ernten des duftenden Goldes Weihrauch ist wohl unbestreitbar eine der gefährlichsten und anstrengten Arten, sein Geld zu verdienen. Es braucht also viel Mut und Willenskraft, um etwas Außergewöhnliches zu Erreichen – so die Aussage dieser alten Weisheit.

Ebenso halten die Nigerianer Katzen für überaus nützlich, denn der Satz „Zweihundert Ratten können nicht mit einer Katze konkurrieren.“ ist im schwarzafrikanischen Land ein geflügeltes Wort, geht es um Effektivität und Produktivität.

Durchweg alle Katzenhalter schätzen die beruhigende Wirkung, die die Samtpfoten auf ihre Umgebung ausüben. „Man kann eine schlafende Katze nicht ansehen und sich angespannt fühlen.“, beschreibt die CBS-Fernsehjournalistin Jane Pauley ihre Erlebnisse mit ihren Miezen.

Ihre offen zur Schau getragene Gleichgültigkeit in viel Bereichen und ihr Widerstand sich nützlich zu machen, wenn sie gebraucht werden, begründet der britische Fantasy-Autor Terry Pratchett so: „In alten Zeiten wurden Katzen als Götter verehrt; Das haben sie nicht vergessen.“

Der Meister der Aphorismen, Mason Cooleyschätzte besonders einen Charakterzug der Stubentiger: “Katzen sind unglaublich neugierig, aber sie hassen es, es zuzugeben.”

Der 1893 verstorbene französische Philosoph und Universitätsprofessor Hippolyte Adolph Taine entdeckte eine andere Eigenschaft bei den Samtpfoten, die ihm viel bedeutender erschien:„Ich habe viele Philosophen und viele Katzen studiert. Die Weisheit der Katzen ist unendlich überlegen.“

Dies wusste der Arzt, Pazifist und Philosoph Albert Schweizer noch zu steigern, denn er behauptete: „Es gibt zwei Möglichkeiten, dem Elend des Lebens zu entfliehen: Musik und Katzen.“

Das problematische Verhältnis von Katzen zu Asiaten

Im alten China wurden Katzen mit dem Mystischen und Bösen verbunden, insbesondere, wenn sie schwarz waren. Diese Einstellung hat sich bis in die Gegenwart kaum verändert. Bis zum Aufstieg der Tang-Dynastie im Jahr 617 wurden Katzen regelrecht verachtet, was sich in diesem nahezu 2.000 Jahre alten Sprichwort widerspiegelt, das bis heute gebräuchlich ist: „Katzen kommen zu den Armen, Hunde sind ein Segen!“

Übrigens: Diese Einstellung der Chinesen zu Katzen ist einer der Hauptgründe, warum es im chinesischen Tierkreis keine Katze und damit auch kein Jahr der Katze gibt.

Auch in Japan haben Samtpfoten ein echtes Imageproblem. Dort sagt man in Bezug auf Undankbarkeit: „Hunde vergessen nicht, wenn du sie drei Tage gepflegt hast. Katzen vergessen drei gute Jahren in deinem Haus in drei Tagen!“

Auch die gebräuchliche Formulierung „Werde eine Katze oder ein Tiger“ lässt die Miezen nicht besser wegkommen. Gemeint ist damit das Verhalten im Beruf, im Geschäft oder in Gefahr. „Werde zu einer Katze“ steht für „Sei hinterhältig und gerissen“, während der „Tiger“ das Symbol für Mut und Ausdauer ist.

„Als hätte ich ein Katzenjunges…“, steht in der japanischen Gesellschaft für unnütze Ausgaben oder unnötige, ungewollte finanzielle Belastungen.

Einen ganz anderen Stellenwert haben Großkatzen, insbesondere der Tiger. Mit Aussprüchen wie: „Lege doch gleich deine Hand in den Mund des Tigers.“, oder „Tritt doch einem Tiger auf den Schwanz.“ ist eine Warnung gemeint, sollte jemand etwas planen, was mit einem hohen Risiko verbunden ist.

Und fällt die Bemerkung: „Die Katze wird (von Oyama) wiedergeboren“, dann ist dies keinesfalls schmeichelhaft. Damit wird auf die Gesten angespielt, die eine Prostituierte macht, um einen Freier anzulocken. In der heutigen Zeit fällt dieser Spruch in Japan, wenn sich eine junge Frau oder ein Mädchen zu freizügig kleidet oder sich zu aufreizend bewegt.

Auch das Verhältnis von Katze und Mensch wird im Land der aufgehenden Sonne überdeutlich definiert, denn es heißt: „Hunde sind an den Menschen gebunden, Katzen nur an das Haus.“

Allerdings gibt es in Asien auch Länder, in denen sich das Verhältnis von Menschen und Katzen merklich verbessert hat. Statt wie früher im Kochtopf, landen die schmusigen Vierbeiner im Bett und werden auf Schönheitswettbewerben vorgeführt.

So auch in Korea, wo dieser Satz im Internet zu viralen Botschaft wurde und in den Sprachgebrauch einging: „Mein Mann sagte mir, ich solle zwischen ihm und der Katze wählen. Ich vermisse ihn manchmal!“ Dazu gesellten sich moderne Weisheiten wie: „Hunde glauben, dass sie Menschen sind, Katzen wissen, dass sie Götter sind!“ oder “Mit einer Katze zusammen sein ist niemals Zeitverschwendung!“

Insofern ist es wohl keine schlechte Idee, sich jetzt Ihrer Katze zu widmen, sie wartet sicher schon auf ihre Streicheleinheiten!

Katzenbilder mit Sprüchen

Katze lehnt am Fuß

Bastet und Katzen

Eigentlich: “Da wird der Hund in der Pfanne verrückt”. Ein ungläubiges, leicht verärgertes Staunen.

Lustige Katzenbilder mit Sprüchen

Katzensprüche über Trauer und Tod

Curiosity kills the cat!
Neugier ist der Katze Tod!

Aus England

Neugierde tötete die Katze, aber Zufriedenheit brachte sie zurück!

Eugene O’Neill, Literaturnobelpreisträger

Der Katzen Scherz ist der Mäuse Tod.

Deutsches Sprichwort

Am Grabe der Katze wird die Trauer des Bauern zur Freude der Mäuse.

© Nikolaus Cybinski (*1936), deutscher Lehrer und Aphoristiker

Katzenwetter

Katzenwetter bedeutet schlechtes Wetter: Es ist kalt, es ist nass und es zieht bis in die Knochen. Die Katzen sind tags alle grau. Und in England regnet es Katzen und Hunde.

katze am nassen Fenster

It’s raining cats and dogs

Englisches Sprichwort. „Es gießt wie aus Eimern“ in Deutschland.

Wenn sich die Katzen putzen, gibt es gutes Wetter.

Deutsches Sprichwort
Katze unterm Regenschirm

Sprüche wie Hund und Katz

Lebensgemeinschaften von Mensch, Hund & Katze sind in der Tat nicht so ganz einfach. Mit einer der Gründe dafür ist die grundlegend unterschiedliche nonverbale Kommunikation. Wedelt der Hund mit dem Schwanz, ist dies ein Ausdruck von Freude. Bewegt sich der Schwanz der Mieze, dann sind die Sinne bis zum Limit geschärft und sie ist höchst aufgeregt.

Willst du lange leben und bleiben gesund,
so iss wie die Katze und trink wie der Hund.

Deutsches Sprichwort

Ich gebe nicht viel auf die Religion eines Mannes, für dessen Hund oder Katze sie nichts Gutes bedeutet.

Abraham Lincoln (1809 – 1865 (ermordet)), 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Willst du dir ein Haustier zulegen, so bedenke: Für einen Hund bist du Familienmitglied, eine Katze betrachtet dich als Personal.

Aus den USA

Ein Hund springt zu dir aufs Bett, weil er gern in deiner Nähe ist. Eine Katze tut es nur, weil sie dein Bett liebt.

Unbekannt

In der Katze hast du Mißtrauen, Wollust und Egoismus, die drei Tugenden des Renaissance-Menschen nach Stendhal und anderen. Damit ist sie, ich möchte sagen, das konzentrierteste Tier. Der Hund ist dagegen gläubig, selbstlos und erotisch kulturlos. Unsere heutige Zivilisation nähert sich mehr der Stufe des Hundes. Das Christentum ist vornehmlich gegen die Katze gerichtet. Man darf nach dem allen in einigen Jahrhunderten den Menschen erwarten.

Christian Morgenstern (1871 – 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Ich habe nie geheiratet, denn dazu gab es keinen Anlaß. Ich habe drei Haustiere, die dieselbe Funktion erfüllen wie ein Ehemann: einen Hund, der jeden Morgen knurrt, einen Papagei, der den ganzen Nachmittag lang flucht, und eine Katze, die nachts spät nach Hause kommt.

Marie Corelli (1855 – 1924), englische Bestsellerautorin

Die Katzen sterben nicht daran,
dass die Hunde sie verfluchen.

Aus Arabien

Wir sollten von den Katzen lernen. Sie denken nicht daran, sich kaputtzumachen, nur um mehr zu gelten. Wie einst die Mönche bringen sie dreiviertel ihres Lebens mit Schlafen und Meditieren zu. Die übrige Zeit verteilt sich auf Nahrungsaufnahme, Jagd und Paarung, unterbrochen von kurzen Perioden zärtlicher Hingabe an die, die sich um sie kümmern. Der Mensch hält sich für klug, aber Katzen sind unendlich viel klüger – und sie wissen das. Mit einem Wort: Der Hund blickt zum Menschen auf, die Katze blickt auf ihn hinunter.

Unbekannt

Manchmal gehe ich an kleinen Läden vorbei, in der rue de Seine etwa: Händler mit Altsachen oder kleine Buch-Antiquare oder Kupferstichverkäufer mit ganz, ganz vollen Schaufenstern: Nie tritt jemand ein bei ihnen, sie machen offenbar keine Geschäfte: aber man sieht hinein, und sie sitzen und lesen, unbesorgt (und sind doch nicht reich); sorgen nicht um morgen, ängstigen sich nicht um ein Gelingen, haben einen Hund, der vor ihnen sitzt, gut aufgelegt, oder eine Katze, die die Stille um sie noch größer macht, indem sie die Bücherreihen entlangstreicht, als wischte sie die Namen von den Rücken.
Ach, wenn das genügte: Ich wünschte manchmal, mir so ein volles Schaufenster zu kaufen und mich mit einem Hund darunterzusetzen für zwanzig Jahre.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926), österreichischer Erzähler und Lyriker; gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne

Den Löwen freut’s, daß ihm der Bär gehorcht,
nicht, daß ihn Hund und Katze König schimpfen.

Theodor Körner (1791 – 1813), Carl Theodor Körner, deutscher Freiheitsdichter, Burgtheaterdichter in Wien und Verfasser patriotischer Lieder

Der Hund mag wundervolle Prosa sein, aber nur die Katze ist Poesie.

Aus Frankreich

Die Politik ist doch ein merkwürdiges Gebiet, Theater, worin wie ein Narr sitzt, wer nicht hinter die Kulissen sieht. Und was dort hinten spielt, ist die List. Sie ist keine kleine Kraft, namentlich wo sie mit sehr vielen und verwickelten Fäden zu schalten hat, aber sie ist doch ein Element niedriger Art. Viel sapientia und doch nur quantilla. Die Katze ist listiger, weit mehr Diplomat als der viel gescheitere und viel edlere Hund. Verdient ein Staatsmann groß zu heißen, so verdient er es trotzdem, daß er in diesem Elemente sich bewegen muß. Den großen Staatsmann führt die Idee, sie ist sein Zweck, die List sein Mittel, – Edles im Unedlen, Hohes im Gemeinen. Man muß nur zum Beispiel bedenken, was da alles gelogen wird!

Friedrich Theodor von Vischer (1807 – 1887), deutscher Philosoph, Lyriker, Erzähler und Ästhetiker

Füttert ein Mensch den Hund, sagt sich der Hund:
Er muss mein Gott sein!
Füttert ein Mensch die Katze, sagt sich die Katze:
Ich muss sein Gott sein!

Unbekannt

Wir sollten Hunde lieben – und nur Hunde! Männer und Katzen sind unwürdige Kreaturen.

Marie Bashkirtseff (um 1858 – 1884), russische Malerin, deren Gemälde in Frankreich entstanden sind, ihr Werk ist dem Naturalismus zuzuordnen

Die Hausfreunde heißen meistens mit Recht so, indem sie mehr die Freunde des Hauses als des Herrn, also den Katzen ähnlicher als den Hunden sind.

Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph

Sprüche wie Katz und Maus

Leben wie eine graue Maus? Dann wär am Ende alles für die Katz.

Unbekannt

Zieht man der Katze Handschuhe an, kann sie keine Mäuse fangen.

Jüdisches Sprichwort

Wer Mäuse im Kopf hat, dem muss man eine Katze hineinsetzen.

Deutsches Sprichwort

Die Katze brachte die Maus als Zeuge.

Aus Griechenland

Wenn die Katze fort ist, tanzen die Mäuse.

Deutsches Sprichwort

Für die Maus ist die Katze ein Löwe.

Aus Albanien

Wenn die Katze weg ist, bildet sich die Maus ein, sie sei ein Tiger.

Aus Schweden

Die Maus sieht in ihren Träumen, dass die Katze Angst vor ihr hat.

Aus Armenien

Katzen, die nicht stehlen, mausen auch nicht.

Aus Nordrhein-Westfalen

Dirk ist der Mann mit 7 Berufen; darunter auch Heilpraktiker, Psychotherapeut und Weltenbummler. Abenteurer in jungen Jahren, ebenso Tierbändiger (auch Hunde und Katzen), Reisejournalist und Buchautor. Der Vater lebt mit Hühnern, Truthähnen sowie Ananas und Bananen im Garten, wo sich auch ständig mindestens drei Katzen tummeln.

Petra bringt die jahrzehntelange Erfahrung einer Katzenmama mit, die fast immer mehrere Stubentiger als Gesellschafter hatte und hat. Mit einem zwinkernden Auge ist sie auch immer für einen guten Spruch zu haben.

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